Die Planung der Baufinanzierung im Detail
- Tipps für die Optimierung der Finanzierung
- Mit welchen Kosten muss gerechnet werden
- Einsparmöglichkeiten nutzen
Was muss ich bei der Baufinanzierung beachten?
Eigenkapital
Das Eigenkapital ist für den Immobilienerwerb eine wichtige Säule. Je mehr vorhanden ist, desto weniger Kredit benötigen Sie. Dazu verbilligt viel Eigenkapital den Kredit. Denn: Je mehr vorhanden ist, desto geringer ist das Risiko für die finanzierende Bank.
Über wie viel Eigenkapital Sie verfügen, können Sie schnell feststellen. Zum Eigenkapital gehören sämtliche Mittel, die Sie für die Baufinanzierung bereitstellen können. Also: Bargeld, Bank- und Sparguthaben. Falls Sie über größere Mengen an Wertpapieren verfügen, kann ein teilweiser Verkauf sinnvoll sein.
Wie viel Eigenkapital sollte ich einsetzen?
Das absolute Minimum sind die anfallenden Nebenkosten (Makler, Steuer, Notar). Diese betragen in der Regel zwischen 5% und 10% des Kaufpreises. Ob es Sinn macht, mehr Eigenkapital einzubringen (sofern weitere Mittel vorhanden sind), hängt in erster Linie von der Nutzung der Immobilie ab.
- Wenn Sie die Immobilie selbst nutzen, spricht viel für einen relativ hohen Eigenkapitalanteil: Durch den geringeren Finanzierungsbedarf wird nicht nur Ihre monatliche Belastung gesenkt, Sie werden zusätzlich von den Banken aufgrund des geringeren Risikos mit günstigeren Zinskonditionen belohnt.
- Wenn Sie die Immobilie vermieten, spricht aus steuerlichen Gründen viel dafür, möglichst wenig weiteres Eigenkapital einzusetzen. Mehr Informationen hierzu finden Sie bei unseren Tipps für Kapitalanleger.
Der optimale Eigenkapitaleinsatz ergibt sich aus folgender Formel:
| Summe vorhandenes Eigenkapital | |
| - | sechs Netto-Monatsgehälter (Liquiditätsreserve) |
| - | Langfristige Anlagen (z.B. in Aktienfonds) |
| = | Optimaler Eigenkapitaleinsatz (für Ihre Baufinanzierung inkl. Nebenkosten) |
Tipp I
Um gegen unvorhersehbare Ausgaben gerüstet zu sein, ist es wichtig, stets eine gewisse Liquiditätsreserve zu behalten. Wir empfehlen Ihnen eine Reserve in Höhe von etwa sechs Netto-Monatsgehältern.
Tipp II
Investieren Sie nicht Ihr gesamtes Vermögen in die Immobilie, sondern auch in andere langfristige Anlagealternativen wie z.B. Aktienfonds, mit denen Sie langfristig eine Nachsteuer-Rendite erzielen können, die höher ist als die für das Darlehen anfallenden Zinskosten.




